Willkommen im Gipskarst Südharz


Hotspot 18

Das Hotspot-Projekt des Landschaftspflegeverbands Südharz/Kyffhäuser e.V. hat sich gemeinsam mit seinen 13 Projektpartnern wichtige Ziele gesetzt. Die eindrückliche Natur, ihre Vielfältigkeit und ihre Bewohner, sollen durch Artenschutzmaßnahmen und Landschaftspflegeeinsätze langfristig erhalten bleiben. Regionale Akteure wie Landwirte und Regionalerzeuger sollen gefördert und der Naturtourismus sowie die Verbindung zwischen Mensch und Natur ausgebaut und gestärkt werden.

Projektbeschreibung

Der Südharzer Zechsteingürtel stellt das größte und bedeutendste Gipskarstgebiet Mitteleuropas dar. Die strukturreiche Landschaft bietet eine Vielzahl von einzigartigen und komplexen Lebensräumen, sodass hier eine Fülle von bemerkenswerten Pflanzen- und Tierarten beheimatet ist. Aufgrund seiner biologischen Vielfalt gilt das Gebiet als einer der 30 ausgewiesenen Hotspots der Diversität in Deutschland. Der Gipskarst im Südharz ist Teil des Hotspots Nr. 18 „Südharzer Zechsteingürtel, Kyffhäuser und Hainleite“. Im Gegensatz zu vielen anderen Karstgebieten der Erde ist er von Vegetation bedeckt und wird deshalb als „Grüner Karst“ bezeichnet.

Der Mensch siedelt bereits seit vielen Jahrhunderten in der Region und hat durch eine regionaltypische extensive Beweidung eine Kulturlandschaft geformt, in der sich artenreiche Offenlandlebensräume wie Trocken- und Halbtrockenrasen, Flachlandmähwiesen, ausgedehnte Streuobstbestände sowie Zwergstrauchheiden entwickelt haben, die eng mit Waldlebensräumen verzahnt sind.

Diese Landschaft ist heute stark durch eine stetig sinkende Weide- und Mahdnutzung dieser Lebensräume und der einhergehenden Verbuschung bedroht. Die intensive landwirtschaftliche Produktion, der großräumige Gipsabbau und die zunehmende Versiegelung von Flächen tragen zum weiteren Verlust von Lebensräumen und Arten bei.

Im Rahmen des Projektes „Gipskarst Südharz – Artenvielfalt erhalten und erleben“ wollen wir Wege aufzeigen und initiieren, mit denen die wertvollen Lebensräume in der Gipskarstlandschaft, eine extensive Landnutzung, das regionale Bewusstsein, naturverträglicher Tourismus und die Erzeugung und Vermarktung regionaler Produkte unterstützt, gefördert und nachhaltig gesichert werden.

Projektsteckbrief

Laufzeit        

2018 bis 2023

Förderung  

ca. 4,5 Millionen Euro

Träger           

Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser e.V. unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Egon Primas, MdL

Förderer

Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN), die Stiftung Naturschutz Thüringen (SNT) und den Landkreis Nordhausen.

Alle Informationen zum Bundesprogramm finden Sie unter https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/bundesprogramm.html

sowie im folgenden Kurzfilm auf YouTube https://www.youtube.com/watch?v=sdhFKIE8SmM&feature=youtu.be

Projektziele

Unser Projekt widmet sich dem Erhalt und Schutz der biologischen Vielfalt.  Dabei liegt die Vielfalt nicht nur in der mannigfaltigen Tier- und Pflanzenwelt und in deren Lebensräumen, sondern auch in deren Nutzung. So sind das gesellschaftliche Bewusstsein und die nachhaltige Nutzung dieser Vielfalt wichtige Aspekte, um die einzigartige Kulturlandschaft im Gipskarst Südharz zu bewahren.

Die Ziele unseres Projektes wollen diese Aspekte der biologischen Vielfalt unterstützen:

1. Erhaltung und Verbesserung der naturschutzfachlichen Qualitäten des Hotspots

2. Absicherung einer dauerhaften Landschaftspflege durch Beweidung

3. Stärkung des Bewusstseins für die biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit

4. Förderung der Identifikation mit dem Hotspot und Förderung eines nachhaltigen Tourismus

5. Zusammenführung regionaler Akteure

Projektgebiet

Der Südharzer Zechsteingürtel erstreckt sich mit einer Länge von mehr als 100 km und einer Breite von bis zu 7 km von Osterode am Harz in Niedersachsen über Nordthüringen bis zum Hornburger Sattel nordöstlich von Sangerhausen in Sachsen-Anhalt. Das Kerngebiet des Projektes umfasst den thüringischen Teil des Zechsteingürtels in der Hotspot-Region Nr. 18 „Südharzer Zechsteingürtel, Kyffhäuser und Hainleite“.